Endlich wieder ein festes Dach über dem Kopf - auch wenn es nur in Auckland ist

Im Anschluss an unseren Aufenthalt in Gisborne haben wir versucht in Tauranga, einer etwas größeren Stadt, ca. 150km von Auckland entfernt eine feste Bleibe für die restliche Zeit zu finden. Eigentlich haben wir so gut wie alles gesehen, was wir sehen wollten und nach über zwei Monaten campen, hatten wir die Nase langsam voll und wollten halt eine feste Unterkunft.

Am liebsten hätten wir ja ein Haus mit 3 oder 4 Schlafzimmern gemietet, wo dann jeder ein eigenes Zimmer hat und die übrigen Zimmer dann an jemand anderen vermieten. Das wäre natürlcih das coolste gewesen. Allerdings nicht ganz so einfach. Man bekommt zwar Häuser mit 3 oder 4 Schlafzimmern relativ günstig (600-800€ /Monat) und die Auswahl ist auch groß, jedoch suchten wir nach einem Haus, das sowohl ruhig gelegen und dazu noch voll möbliert ist. Für knapp 3 Monate wollten wir uns auf keinen Fall auch noch Möbel besorgen müssen. Leider war diese Kombination so überhaupt nicht zu finden. Entweder waren die Häuser nicht möbliert oder an irgendwlchen Hauptverkehrsstraßen gelegen oder zu teuer. Irgendwas hat jedefalls nie gepasst.

Da wir in Tauranga nicht fündig wurden, haben wir uns nach ein paar Tagen Suche dann nach Hamilton aufgemacht um dort unser Glück zu versuchen. Hamilton liegt etwa 100km von Tauranga entfernt und ist für seine riesigen Weiden im Umland bekannt. Eine sehr grüne Region praktisch. Hier soll auch Peter Jackson (Regisseur von ‘Herr der Ringe’, für die, die es nicht wissen) sein Haus stehen haben. Jedoch hatten wir auch hier kein besonderes Glück. Die Auswahl war zwar größer aber das richtige fanden wir trotzdem nicht. Darüber bin ich eigentlich auch ganz froh, weil Hamilton und Umgebung doch ziemlich ans Allgäu erinnern. Und ich wollte hier schon etwas anders wohnen als im Allgäu. Irgenwo in Strandnähe am besten.

So machten wir uns letztendlich auf nach Auckland, wo wir unsere Reise ja im September begonnen hatten. Eigentlich wollten wir hier auf gar keinen Fall wohnen, weil Auckland eine Großstadt ist und nicht gerade dem entsprich, was man sich unter Neuseeland vorstellt. Überall stehen Hochhäuser und der Verkehr ist schlimmer als in Los Angeles, weil es hier fast keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Allerdings haben wir im Internet gesehen, dass hier das Angebot an Wohnungen doch am besten ist und es auch hier schöne Gegenden gibt.

Die Suche hier war von Anfang an sehr vielversprechender als in den anderen Orten. Wir haben mehrere Besichtigungen täglich gemacht und einige sehr gute Angebote gesehen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir inzwischen von der Idee, ein ganzes Haus mit 1-2 anderen Leuten anzumieten abgekommen sind, und uns entschlossen haben uns nach WGs oder Familien, die in ihrem Haus 1 oder 2 Zimmer untervermieten, umzusehen. Das Angebot an zwei freien Zimmern in einem Haus ist jedoch auch in Auckland nur sehr begrenzt. Daher haben der Maik und ich beschlossen, uns jeweils ein Zimmer bei verschiedenen WGs oder Familien zu suchen.

Letztendlich wurden wir auch fündig. In einem Vorort von Auckland namens Botany Downs. Die Gegend ist sehr schön und relativ neu, d.h. das die meisten Häuser hier noch keine zehn Jahre alt sind und nicht gerade von Armut zeugen, um es mal so auszudrücken. Jedenfalls bin ich jetzt in einem großen noblen Haus, mit 5 Schlafzimmern und 3 Badezimmern bei einer chinesischen Familie untergekommen. Hier habe ich ein eigenes Zimmer, ein eigenes Bad und WC, einen eigenen Kühlschrank, Breitband-Internet und kann alles andere wie Küche, Waschmaschine, Telefon, Fernseher usw. mitnutzen. Die Familie ist auch sehr nett. Das Haus wirkt irgendwie ziemlich steril, aber man fühlt sich hier trotzdem sehr wohl. Das einzige, was mich ein bisschen stört ist, dass ich doch ganz gerne mit Leuten in meinem Alter zusammen gewohnt hätte, mit denen man abends gemeinsam grillen, Bier trinken und weggehen kann. Aber ich kenne immerhin schon ein paar Leute hier, die mich schon des öfteren zum grillen eingeladen haben, also passt das schon.

Hier hab ich 3 Monate gewohnt
Eingangsbereich des Hauses
Küche
Eingangsbereich mit Wohnzimmer
Rückseite des Hauses mit Garten
Hugh, der Gastvater
Hugh und Daisy
Daisy
David

Der Maik wohnt in der gleichen Gegend wie ich, allerdings ein paar Kilometer entfernt, bei einer jungen Familie aus England, die in etwa in unserem Alter sind und einen drei jährigen Sohn haben. Das Haus, in dem er da wohnt ist zwar nicht so nobel aber er hat dafür direkt den Garten vor seinem Zimmer. Und ich glaube, dass es bei ihm evtl etwas lustiger ist, weil die Leute jünger und lässiger sind. Dafür muss er aber mehr Miete zahlen als ich :-)

Das Haus in dem der Maik gewohnt hat
Küche
Wohnzimmer

So haben wir jetzt also beide ein festes Dach über dem Kopf. Wie es weiter geht wissen wir noch nicht so recht. Jedenfalls wollen wir jetzt dann erstmal unseren Van wieder verkaufen und im Januar dann vielleicht ein bisschen arbeiten gehen. Mal sehen, was sich da so ergibt. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Da wo der Pfeil hin zeigt, wohne ich.

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1 Kommentar bisher »

  1. Alpina Kurti sagt

    am 24. Dezember 2007 @ 19:37

    Das Haus und die Gegend ist ja ein Traum. Da bist ja in ner richtigen Nobelecke gelandet. Sieht echt super aus, besser kann man es sich kaum vorstellen.
    Was gabs da beim Grillen? Känguruh?

    Ja, die Gegend is nicht schlecht hier. Zum grillen gibts normal nur Kiwis aber wir haben mal ne Ausnahme gemacht und Fleisch aufgelegt ;-)

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