Kayaktour im Abel Tasman National Park
Mittlerweile sind wir fast komplett um die Südinsel herumgefahren und wieder ganz oben im Norden angekommen. Hier gibt es ein Küstengebiet, dass sich “Abel Tasman” nennt. Das besondere am Abel Tasman ist, dass man nur bis zu einer gewissen Stelle mit dem Auto hochfahren kann, weil danach ein riesiges Naturreservart beginnt. Da gibt es dann keine Straßen mehr und das Gebiet ist nur noch zu Fuß zu erreichen. Als einzige alternative, kann man auch mit dem Kayak an der Küste entlang paddeln. Was wir dann auch in Form einer zwei tägigen Tour gemacht haben.
Man bekommt ein Zweisitzer-Kayak und eine Einweisung und kann dann die Küste auf eigene Faust erkunden. Um das Wetter muss man sich hier oben zum Glück keine großen Gedanken machen, denn der Norden der Südinsel gilt als die wärmste und sonnenreichste Region Neuseelands. Nach der ca. zweistündigen Einweisung, von einem Kayaklehrer, sind wir dann also losgepaddelt. Vorbei an unzähligen Stränden und kleinen Inseln wo man ringsherum nichts ausser Natur sieht. Am ersten Tag sind wir bis zu einer Bucht Namens Anchorage gepaddelt, wo es einen Zeltplatz für Kayakfahrer und Wanderer gibt. Hier haben wir dann auch unser Zelt aufgeschlagen. Natürlich waren wir nicht alleine. Es waren einige Leute da, die die Gegend wie wir per Kayak oder aber auch zu Fuß erkundeten. Auf dem Zeltplatz haben wir dann ein deutsches Paar, Angelika und Chris aus der Nähe von Stuttgart, kennen gelernt, mit denen wir uns gleich super verstanden haben. Die beiden sind wie wir auch als Backpacker mit einem Van in Neuseeland unterwegs. Am nächsten Tag haben wir unsere Kayak-Tour dann zu viert fortgesetzt und die Küste erkundet. Das war dann auch lustiger als nur zu zweit gegen die Wellen zu kämpfen. Wir haben hier einige unglaublich schöne Strände und Buchten entdeckt, wie z.B. die Frenchman-Bay, in der totale Stille herrschte. Das Wasser war total klar und hatte kaum Wellen. Da kam man sich irgendwie vor wie Indiana Jones, wenn man dicht an den Bäumen am Rand vorbei paddelte
Etwas später sind wir dann noch um eine kleine Insel herum gepaddelt, auf der sich Seelöwen niedergelassen haben. Einer von denen ist dann ein bisschen neben unserem Kayak her geschwommen, vielleicht einen Meter entfernt. Der hat sich da so treiben lassen und dabei lauter komische Verrenkungen gemacht und sich am Kopf gekratzt. Wahrscheinlich hat er sich gefragt was wir für komische Typen sind.
Die Tour war echt der Hammer. Aber ich glaube, das sieht man, wenn man die Bilder anschaut sowieso. Ich kann nur sagen, dass auch das mal wieder ein Erlebnis war, das ich nicht so schnell vergessen werde.
Übrigends ist das Kayak fahren weit weniger anstrengend als man sich das vielleicht vorstellt. Jedenfalls hatten wir beide trotz teilweise starkem Wellengang keine Ermüdungserscheinungen und auch keinen Muskelkater am nächsten Tag. Unser einziges Problem war halt, dass wir zu wenig zu essen mitgenommen hatten, weil wir nicht wussten wieviel Stauraum in so einem Kayak ist. Während wir uns dann Abends am Zeltplatz mit einer Aufguss-Nudelsuppe begnügen mussten, haben andere tütenweise Essen dabei gehabt. Aber verhungert sind wir trotzdem nicht.
Zurück paddeln mussten wir den ganzen Weg, den wir in den zwei Tagen zurück gelegt hatten, allerdings nicht, da wir mit einem Wasser-Taxi von einem Strand abgeholt wurden, das uns wieder zurück nach Marahau gebracht hat, von wo wir auch los gepaddelt sind. Ein Wasser-Taxi ist eine Art Motorboot mit etwa 10-15 Sitzplätzen, dass hier von Bucht zu Bucht fährt und die Kayakfahrer und Wanderer aufsammelt und wieder zurück bringt.
Am Abend sind wir dann nach Nelson, die nächst größere Stadt, und haben uns dort in einer Bar erstmal richtig satt gegessen, weil wir ja auf der Kayaktour etwas wenig zu essen dabei hatten und ziemlich hungrig waren. Aber das hat auch nicht geschadet mal ein bisschen weniger zu essen und sich dafür mehr zu bewegen


























Gerhard Seemüller sagt
am 3. Dezember 2007 @ 00:34
Servus Josef, servus Maik,
erstaunlich wie abwechslungsreich Neuseeland ist. Ich schau’ alle paar Tage hier vorbei. Euch scheint es ja - wenn nicht gerade Nudelsuppe auf dem Speiseplan steht - ziemlich gut zu gehen. Dank euren interessanten Berichten und den vielen beeindruckenden Fotos können wir Daheimgebliebene eure Abenteuer ein Stück weit miterleben. Vielen Dank dafür.
Beste Grüße aus dem stürmischen Bayern
Gerhard
Andre sagt
am 6. Dezember 2007 @ 12:05
Hey Joe,
bist ja schon ein richtiger Traveller geworden… Tolle Bilder - bekommt man richtig Lust auch auf Tour zu gehen…
Viel Spass weiterhin!
PS.: Bring mir bitte irgend so nen Höhlentroll oder sowas mit - oder ne Elfe. Gibts da Elfen? Ne Elfe wär ganz toll