Die Gletscher an der Westküste

Dieser Eintrag sollte eigentlich noch vor dem letzten Eintrag stehen, aber irgendwie ist der von meiner Webseite verschwunden, jetzt setz ich ihn halt nochmal rein. Das hier beschriebene hat sich also noch vor unserer Kayaktour abgespielt. Ist aber nicht so wichtig.

Auf unserer Reise auf der Südinsel bewegen wir uns mittlerweile von einem Höhepunkt zum nächsten und unser Aufenthalt bei den Gletschern Fox und Franz Josef (ja, der Berg heisst wirklich so) gehören mit zum besten was wir überhaupt bisher erlebt haben. Das fing schon beim Wetter an. Die Westküste, an der auch der Milford Sound liegt, über den ich ja bereits berichtet habe, gehört zu den regenreichsten Gebieten der Welt. Jedoch hatten wir während unseres ganzen Aufenthaltes hier (insgesamt etwa eine Woche) nicht einen einzigen Tag Regen. Im schlimmsten Fall war es mal einen Nachmittag lang bewölkt, ansonsten aber immer sonnig.

So ging es dann zuerst mal zum Fox Gletscher. Dort kann man einen Wanderweg zum Fuß des Gletschers machen, wo man dann direkt unten am Eis steht, dass sich seinen Weg von oben bis runter ins Tal bahnt. Sehr interessant vor dieser riesigen Eislawine zu stehen, die sich mit einer Geschwindigkeit von immerhin 2-3 Metern pro Woche bewegt. Da stehen dann auch überall Warnschilder und Absperrungen, die man nicht übertreten soll, weil halt jederzeit größere Eisbrocken abbrechen könnten.

Ein ähnliches Bild bot sich dann am ca. 30km entfernten Franz Josef Gletscher. Allerdings noch etwas größer. Hier am Franz Josef sind wir dann auch ganz nah an das Eis ran. Da merkt man dann erstmal wie winzig man als Mensch doch ist. Man kommt sich vor wie eine Ameise. Dieses Gefühl hat sich noch verstärkt als wir eine Gruppe von Menschen gesehen haben, die auf dieser Lawine beim Eiswandern waren. Die waren so winzig, dass man sie fast nicht gesehen hat, wenn man nicht genau hinsah.

Das absolute Highlight haben wir uns dann am nächsten morgen gegeben. Da der Anblick der Gletscher von unten schon so beeindruckend war, dachten wir uns, dass es von oben oder am besten noch aus der Luft ja der Hammer sein muss. Um 8:15h morgens ging es für uns dann nach oben, allerdings nicht, wie Otto-Normal-Tourist, zu Fuß, sondern gleich mit dem Hubschrauber! Das war soo cool! Und wir hatten wahnsinniges Glück, denn beim Flug haben wir ein kostenloses Upgrade bekommen. So bekamen wir dann den Flug der höchsten Kategorie, was bedeutete, dass wir einen Rundflug über die beiden Gletscher Fox und Franz Josef bekamen sowie um den Mount Cook und den Mount Tasman (die beiden höchsten Berge Neuseelands mit über 3700m Höhe). Dazu kam noch eine Landung im Schnee auf dem Franz Josef. Auch mit den Sitzplätzen im Hubschrauber hatten wir Glück. Das Ehepaar, das noch mit flog, saß hinten, wo man nur aus den Seitenfenstern raus schauen konnte und der Maik und ich durften vorn, neben dem Pilot sitzen, wo man einen perfekten 180 Grad Blick hatte. So hatten wir gleich mehrfach Glück. Zuerst sind wir dann über ein großes Regenwaldgebiet geflogen und dann immer höher, bis zu den Bergen. Das war echt unglaublich. Eine Aussicht, die man gar nicht beschreiben kann. Aber wir haben ja genügend Fotos gemacht. Ausserdem hab ich einen Großteil des Fluges mit der Kamera gefilmt, die ich einfach immer vor mich gehalten habe.

Toppen lässt sich das jetzt wohl kaum noch, aber wir sind sowieso langsam wieder unterwegs nach oben zur Nordinsel wo wir uns dann fest niederlassen wollen für die restlichen drei Monate.

Hier zu den Wahnsinnsbildern

Neues Feauture: Hier ist ein Kartenausschnitt abgebildet, in dem man sieht wo das hier beschriebene stattgefunden hat. Man kann mit den Steuerelementen in dem Kartenausschnitt auch zoomen und verschieben.
Größere Kartenansicht

1 Kommentar bisher »

  1. mel sagt

    am 10. Dezember 2007 @ 09:58

    BOAH Ihr seit mit einem Hellikopter geflogen - jetzt bin ich aber mal wirklich neidisch.

    Mal wieder SUPER Fotos!

    Was mich überrascht hat, ist das der Mike oder Maik (?) :-)
    tatsächlich eine Jacke auf 3.500 m an hatte :-)
    So kennt man ihn gar nicht ;-)

    Geniale Bergwelt - wirklich beeindruckend!

    Nun sind schon fast 3 Monate vorbei - ging eigentlich echt schnell ….. nur noch ein paar Mal schlafen und Du bist wieder da :-)

    Bis dahin …. weiter machen und die besten Grüße aus dem Allgäu
    Melanie

Komentar RSS · TrackBack URI

Hinterlasse einen Kommentar

Name: (erforderlich)

eMail: (erforderlich)

Website:

Kommentar:

social poster