Zurück auf der Nordinsel
Nun sind wir also wieder zurück auf der Nordinsel. Genauer gesagt in Wellington. Hier stand dann erstmal die Reinigung unseres Autos auf dem Plan. Der Staub und Sand von der Fahrt nach Hopewell und zurück hatte sich in jeder Ritze des Wagens festgesetzt. Also musste alles raus aus dem Auto und sauber gemacht werden. Damit waren wir erstmal eine Weile beschäftigt. Der Platz, an dem wir den Wagen sauber gemacht haben, stellte sich auch als sehr gut geeignet heraus, um hier zu campen. So sind wir die Nacht über hier geblieben. Der Platz war direkt am Meer an einer Bucht, mit Blick auf Wellington und den Flughafen.
Zwei Tage sind wir noch in Wellington geblieben und haben uns dann auf den Weg Richtung Norden gemacht. Einen Zwischestopp haben wir in Napier gemacht, einer Stadt an der Ostküste, wo wir Abends am Strand gegrillt haben. Am 1. Advent! Bei angenehmen 20-25 Grad. Als es dunkel wurde ging dann plötzlich die Weihnachtsbeleuchtung an den Bäumen an, die in Strandnähe standen. Da muss man sich erstmal dran gewöhnen bei diesen Temperaturen.
Weiter ging es am nächsten Tag dann nach Gisborne, einer netten, mit Palmen gesäumten Kleinstadt, die sich damit rühmen darf, als erste Stadt der Welt, das Sonnenlicht zu erblicken. Das liegt daran, dass Gisborne ganz im Osten Neuseelands und nur wenige Kilometer von der Datumsgrenze entfernt liegt. Hier hat es sich dann zufällig ergeben, dass wir drei Tage bei einer neuseeländischen Familie gelebt haben. Dazu kam es, weil der Maik in Deutschland einen ausgewanderten Neuseeländer kennt, der ursprünglich aus Gisborne kommt. Als wir nach Gisborne kamen, hat der Maik ihm eine SMS geschrieben, dass wir jetzt in seiner Heimatstadt sind. Darauf hin hat er zurück geschrieben, dass wir doch bei seinen Eltern vorbeischauen und ihnen einen schönen Gruß sagen sollen. Das haben wir dann auch gemacht. Die haben sich riesig gefreut und uns gleich eingeladen, zum Abendessen zu bleiben, und geradezu darauf bestanden, dass wir die Nacht hier im Gästezimmer übernachten. So konnten wir also nicht nein sagen und sind geblieben. Wir waren auch nicht die einzigen Gäste, denn bei der Familie lebt seit einiger Zeit auch Karla, eine 24jährige Südafrikanerin. Die Neuseeländer sind es scheinbar mehr gewöhnt Gäste aufzunehmen als wir in Deutschland. Jedenfalls war es sehr lustig und angenehm hier zu wohnen, daher sind wir gleich noch eine weitere Nacht geblieben.
Nach zwei Tagen wollten wir jedoch weiter ziehen in Richtung Tauranga, wo wir uns dann nach einer Wohnung umsehen wollten. So haben wir uns also von allen verabschiedet und haben Gisborne den Rücken gekehrt. Besonders weit sind wir allerdings nicht gekommen. Nach ca. 70km ging unser Auto plötzlich Mitten unter der Fahrt aus. Einfach so, ohne Vorwarnung. So standen wir dann irgendwo im Niemandsland und konnten nicht mehr weiter. Dazu kam noch, dass es an diesem Tag wie aus Eimern regnete (zum ersten Mal seit Wochen übrigens) und wir keinen Empfang mit den Handys hatten. Zum Glück blieb unser Auto aber in der Nähe eines einsamen Hauses stehen. Die Leute dort waren sehr nett und haben uns den AA (den neuseeländischen ADAC) anrufen lassen. Der kam dann auch nach ca. 1 Stunde bei uns an. Erste Diagnose, genau was wir befürchtet hatten, die Lichtmaschine ist kaputt. Normalerweise eine teure Angelegenheit. Der AA hat uns dann abgeschleppt und uns nach Gisborne zurückgebracht, wo wir das Auto gleich in eine Werkstatt gebracht haben. Allerdings konnte das Auto erst am nächsten Tag repariert werden. Wir brauchten also wieder eine Unterkunft. So kam es dann, dass wir uns noch eine dritte Nacht bei der Familie eingenisstet haben. Aber das hat denen nichts ausgemacht, die haben sich sogar gefreut.
Unser Auto konnten wir am Tag darauf wieder abholen, mit neuer Lichtmaschine. Hat uns insgesamt 180€ gekostet, also jeden 90€. Ist zwar wesentlich weniger als wir befürchtet haben, aber trotzdem sehr ärgerlich. Aber nun konnten wir uns also endlich auf den Weg nach Tauranga machen und uns eine feste Unterkunft suchen.
Und die passende Karte, die unseren Weg von Wellington nach Gisborne zeigt:
Größere Kartenansicht

























Maik aus Auckland - Botany sagt
am 20. Dezember 2007 @ 13:54
hi dude,
cooler text, blos nicht alles richtig…
die Lichtmaschine hat für jeden von uns 180 gekostet, nicht ingesamt. also waren es 360 NZDollar plus die 120 NZDollar fürs Abschleppen bis nach Gisborne. So war es schon eine teure Angelegenheit.
Genieß noch deinen Aufenthalt hier in NZ, die Zeit ist dann schneller um, als du denkst.
schöne grüße aus Botany Downs in Neuseeland.
maik
Jaaa, dann passt es doch wie ich es geschrieben hab. 360 NZ$ sind 180€, also jeden von uns 90€. Die kosten fürs Abschleppen hab ich allerdings nicht eingerechnet.
Grüße aus der Villa in Botany Downs
Alpina Kurti sagt
am 21. Dezember 2007 @ 18:33
Was? Wer bist du denn?
Was labert ihr denn? Ich hab doch gesagt fürs Abschleppen nehm ich euch nichts! Schaut halt mal wieder bei mir rein.
Servus gäh tschau