Hong Kong - toller Abschluss unserer “kleinen Weltreise”
Zwar liegt unsere Reise jetzt schon ein paar Monate zurück und wir haben uns in Deutschland längst wieder eingelebt, trotzdem möchte ich, der vollständigkeit halber, noch über die letzten Tage unserer Reise berichten.
Unser Flug von Auckland nach Hong Kong ging irgendwann Abends. Leider waren wir etwas spät am Flughafen, weil der Bus Verspätung hatte. So konnten wir auch keine Sitzplatzwünsche mehr äußern, und mussten uns mit den Plätzen zufrieden geben, die uns angeboten wurden. Blöd war nur, dass es nichtmal mehr zwei Plätze nebeneinander gab. Also saß jeder woanders. Das war aber nicht weiter schlimm, schließlich flogen wir Nachts und da nutzt man einen Großteil der Zeit sowieso zum schlafen. Außerdem bietet Air New Zealand seinen Passagieren ein umfangreiches Entertainment Paket, mit dem garantiert keine langeweile aufkommt. Jeder Sitz hat seinen eigenen Monitor und man kann aus einer Fülle von Angeboten auswählen, was man tun oder sehen möchte. Die Filmauswahl beschränkt sich z.B auf nicht weniger als 100 Titel. Darunter befinden sich sowohl uralte Klassiker wie brandneue Kinofilme. So konnte ich z.B. den Film Juno bereits zwei Monate vor Kinostart in Deutschland sehen, und das sogar in deutscher Sprache. Mein Highlight war jedoch der Film The devil dared me to, den ich eher zufällig ausgewählt hatte, weil es sich um einen neuseeländichen Film handelte. Ohne jetzt lange auf den Film einzugehen, muss ich allerdings sagen, einer der besten Filme, die ich je gesehen hab. Wer auf fiesen Humor unter der Gürtellinie steht und die ein oder andere Splatterszene verträgt, sollte diesen Film unbedingt sehen.
Nach ca. 10 Stunden Flug sind wir dann schliesslich am frühen Morgen, um ca. 6 Uhr, in Hong Kong gelandet. Vom Flughafen war ich schonmal sehr beeindruckt. Eine riesige Halle mit unzähligen Geschäften und Restaurants, die jeden Flughafen, den ich bisher gesehen habe, winzig wirken lässt (naja, mit Ausnahme von Chicago vielleicht). Wie ich erst später in Deutschland im Fernsehen erfahren habe, handelt es sich dabei sogar um eines der größten Gebäude der Welt, sowie eines der größten Bauprojekte in der Menschheitsgeschichte. Der Flughafen wurde nämlich auf einer künstlichen Insel im Meer errichtet, die eigens für dieses Projekt aufgeschüttet wurde.
Mit dem Airpot Express ging es dann nach einem kleinen Frühstück Richtung Innenstadt. Dort angekommen, haben wir uns auch gleich auf die Socken gemacht, um auch soviel wie möglich von der Stadt zu sehen. Schließlich hatten wir nicht allzuviel Zeit. Maik’s Weiterflug nach Deutschland ging ja bereits in 18 Stunden und meiner am nächsten Tag.
Zuerst waren wir im Stadtteil Kowloon, wo ich mir ein Hotzelzimmer gemietet hatte. Nicht gerade die schönste Gegend, die man sich vorstellen kann, aber beeindruckend. Das Stadtbild in diesem Teil ist geprägt von großen aber uralten und ziemlich heruntergekommenen Gebäuden, unzähligen kleinen Geschäften und haufenweise Leuchtreklame über den Straßen. Ausserdem wird man alle 10 Meter von irgendwelchen Anzugträgern angequatscht, die einen überreden wollen in ihren Laden zu kommen und sich einkleiden zu lassen. Unglaublich nervig. Irgendwann haben wir die Typen gar nicht mehr beachtet und sind einfach an denen vorbei gegangen. Unser Ziel war es sowieso mit der Fähre ins eigentliche Zentrum, nach Hong Kong City, zu fahren, was wir dann auch taten. Auf der Insel sah es dann doch etwas anders aus als in Kowloon: Moderne Glaswolkenkratzer wohin man auch blickt. Sehr beeindruckend! Die Skyline gilt übrigens als die schönste der Welt. Jedenfalls sind wir gleich in den erstbesten und auch höchsten Wolkenkratzer der Stadt reingegangen. Es handelte sich um das IFC Gebäude (International Finance Center). Wir kamen uns in unseren Touristen-Outfits ziemlich komisch vor da drin. Aber wir wollten schon gern wissen, ob das Gebäude eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform hat, und da hatten wir Glück. Ein Wachmann erklärte uns den Weg zum Aufzug. Das Gebäude hat 88 Stockwerke, die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform befindet sich allerdings im 55 Stock. Das war allerdings schon beeindruckend da runter zu schauen. Kann man sich gar nicht vorstellen, wie das erst im 80. oder gar im 88. Stock sein muss.
Auf dem Weg nach draussen wurden wir dann wieder von einem Wachmann angesprochen. Der fragte uns wo wir herkommen. Als wir ihm sagten, dass wir aus Deutschland sind, fing er plötzlich an deutsch zu sprechen und erzählte uns, dass er 18 Jahre in Frankfurt gelebt hatte. Witzig. Kaum aus dem Gebäude draussen, wurden wir schon wieder angesprochen, diesmal von einem Polizisten, der den Verkehr an einem Fußgängerübergang regelte. Auch der war sehr daran interessiert wo wir herkommen und was wir so machen. Wirklich sehr nett die Leute hier, muss ich sagen. Und dass, obwohl die Stadt verdammt hektisch und vollgestopft ist. Man sollte meinen, die hätten gar keine Zeit für Smalltalk.
Den Rest des Tages sind wir dann hier durch die City geschländert, haben uns die Geschäfte, Restaurant und Parks der Stadt ein bisschen angesehen. Am interessantesten fand ich dabei die Rolltreppe, die mitten durch die Stadt führt. Ich hab keine Ahnung wie lang die ist, aber bestimmt ein paar hundert Meter. Alle 20 Meter etwa, ist sie unterbrochen, so dass man ein- und aussteigen kann, um in die Geschäfte und Restaurants die links und rechts vorbei ziehen, rein gehen kann.
Am Abend haben wir uns dann noch auf ein Bier in eine Bar direkt am IFC gesetzt, von wo aus man eine gute Aussicht auf das gegenüberliegende Kowloon hatte. Von hier aus haben sich unsere Wege dann nach fast sechsmonatiger Reise getrennt. Der Maik musste zurück zum Flughafen um seinen Flieger nach Deutschland zu bekommen und ich bin zurück Richtung Hotel nach Kowloon. Hier konnte ich mir die Skyline von Hong Kong auch nochmal bei Nacht anschauen. Unglaublich kann ich da nur sagen. Da leuchtet und blinkt es an jeder Ecke. Auch die ganzen Leuchtreklamen in Kowloon kommen nochmal ganz anders rüber.
Der nächste Tag war dann so ähnlich wie der erste. Ich bin mit der Fähre von Kowloon nach Hong Kong City rüber und hab mir noch einige andere Ecken der Stadt angesehen. Am Abend ging es dann auch für mich zum Flughafen. Ich bin diesmal extra etwas früher zum Flughafen, weil ich unbedingt einen guten Platz im Flugzeug bekommen wollte. Und siehe da, ich kam gerade am Schalter an als dieser geöffnet wurde und war der allererste beim Check-In. So konnte ich mir auch problemlos den Platz aussuchen, den ich wollte. Und zwar ganz hinten letzte Reihe direkt am Gang. Ganz hinten deshalb, weil man keine Rücksicht auf den Hintermann nehmen muss wenn man seine Lehne zurück lehnt, und am Gang damit man jeder Zeit aufstehen kann wenn man möchte.
So ging diese sechsmonatige “kleine Weltreise” also für mich zu Ende. Es hat riesen Spaß gemacht und ich werde die Zeit nie vergessen.
Poster von Hong Kong hier bestellen:


























Financial Md » Hong Kong - toller Abschluss unserer “kleinen Weltreise” sagt
am 13. Juni 2008 @ 16:08
[...] Original post by Mein Neuseeland Blog [...]
Matthias sagt
am 13. Juni 2008 @ 17:56
Super blog der sehr gut gestaltet ist und interessanter Bericht über Neuseeland und letztendlich Hong Kong. Gratuliere!